Freitag, 11. Juni 2010

Die Schwanenkuh vom Monte Baldo














Wir sind total begeistert von diesem relaxten Plätzchen. Der Südföhn stürmt deutlich über Startplatzniveau und erlaubt uns entspannte Abgleiter und abends ein bisserl soaring.


Mittlerweile haben wir auch den Landeplatz geknackt
(grüner Fleck direkt am Seeufer)














Die Schwimmwesten sind so schwer, dass sich der Gleitwinkel v.a. kurz vorm Landeplatz extrem verschlechtert ;-)
Trotzdem sind wir immer noch an Land angekommen.
















Allerdings erstmal mit nassen Füßen ;-)





Donnerstag, 10. Juni 2010

Tag 5: Der 1. Arbeitstag





Heute hatte man uns einbestellt um den ganzen Tag zu proben. Der aufmerksame Leser wird sich fragen, was sie proben wollten. Wir zumindest fragten uns das. Wir wussten ja nicht was wir tun werden. Aber Dienst ist Dienst und wir waren also da. Leider war unser Coordinator nicht da! Und so saßen wir geschlagene 3 Std. rum, bis wir die Nachricht erhielten, dass es eine Krisensitzung gäbe und daher alle Manager in einem Meeting wären. Der Grund für die Krisensitzung ist schnell erklärt. Die Fahrer, die Ordner und die STUARTS streikten oder drohten am MÄTSCHTAG mit Streik. Warum? Natürlich gings wieder um Geld. Achja, um Essen natürlich auch. Essen ist überhaupt ein guter Stichpunkt. Nachdem man das System kurzfristig ändern wollte, hat man es anscheinend eher abgeschafft. Eigentlich sollte es Catering oder Gutscheine geben, beides wurde jedoch bisher in KAPPSTATT nicht gesehen. Es brodelt an allen Ecken, kann ich Euch sagen. Es gibt hier eine Menge Leute die auf das Essen angewiesen sind und die sind echt angefressen.


So nachdem nun klar war warum nichts ging schickte man uns wieder mal auf Stadionorientierung. Weitere 2 Stunden später kam dann doch mal jemand und meinte wir müssten nun Teams bilden. Aber wie macht man das ohne Listen, Strukturen und Hierachien? Ganz einfach! Man sagt ca. 40 von Euch gehen in die eine Ecke, 40 in die andere und wieder 40 in die nächste. Alles klar? Na gut, dann verkomplizueren wir es noch. Eigentlich bräuchten wir 4 Gruppen…also wieder aus jeder Gruppe 10 raus und eine neue gegründet. Und mitgezählt? Stimmt, Gruppe 4 hatte jetzt 40 Leute und die anderen nur 30. Nun sollte jede Gruppe sich wieder teilen…usw usw.
Am Ende standen wir mit 8-9 total unterschiedlich besetzten Gruppen da und wussten nicht wirklich mehr als am Anfang. 2 oder 3 Gruppen waren eindeutig unterbesetzt aber uns wurde mitgeteilt, dass wir morgen noch Nachschub bekämen. Woher aber, das wusste niemand. Vielleicht kam ja noch Nachschub aus BLUHMFONTAIN, wo auch unsere Uniformen lagern mussten. Tatsächlich erhielten wir irgendwann unsere Einsatzaufgaben. Ich werde an der äußeren Taschenkontrolle stehen und nichts vom Spiel mitbekommen (verda@€$%& Sche$@€§). Angeblich soll bei jedem Spiel rotiert werden.
So jetzt konnte es also losgehen, mit der Trockenübung für die wir ja angetreten waren. Aber halt! Hatte ich bereits erzählt, dass etwa 2.500 STUARTS draussen vor der Tür standen und mangels einer gültigen Akkreditierung nicht hineinkamen!! Der ursprüngliche Plan war nämlich gemeinsam mit den STUARTS diese Übung abzuhalten. Also war wieder warten angesagt. Zwischenzeiltich hätte man ja essen können, ja wenn es denn was gäbe!! Heute haben wir definitiv nichts bekommen, obwohl es uns zustand!! Schliesslich wurde uns die Sache dann zu blöd und wir sind nach Hause gegangen. Die letzte Hiobsbotschaft zum Schluss. Die Uniformen sind da, aber leider nicht genug für alle und in allen Größen. Wir Zuschauer-WOLLUNTÄRE kriegen daher anders als alle anderen nur jeweils ein langes und kurzes T-Shirt. Begründung….wir würden ja nicht soviel arbeiten wie die anderen! Und zu guter letzt: Wir müssen morgen bereits 6 Std.(!) vor Anpfiff vor Ort sein. D.h. ich werde nicht mal das Eröffnungsspiel sehen!!
Ich sags Euch, wir haben die Schnauze gestrichen voll!
Wenigstens gab es heute Zeit zum Fotografieren und auch das Wetter war schön.

Tag 4: Heute große Orientierung

Heute wurden wir zur Orientierung ins Stadion bestellt. Ich sollte vorweg schicken, dass ich ab jetzt einige Fachausdrücke wie z.B. FIEHFAH absichtlich falsch schreiben werde. Ich bin weder besoffen noch von einer VUHVUHSEHLA blöd getrötet worden, aber o.g. Organisation betreibt ganze Abteilungen, die das Internet nach Bloggs und anderen Veröffentlichungen abscannen und Einstweilige Verfügungen bei Missbrauch geschützter Begriffe versendet. Offensichtlich benutzen sie Suchmaschinen und Bots…daher die “komische” Schreibweise. Ich bitte um Verzeihung wenn es dadurch manchmal etwas schwieriger zu verstehen ist.
Zurück zur Orientierung. Diese sollte eigentlich dazu dienen, dass wir uns mit der Stadionumgebung vertraut machen und um uns in unsere Jobs einzuführen.
Gut, das Stadion kenne ich jetzt, aber meinen Job kenne ich noch nicht. Desweiteren weiss ich, dass es einen Notfallplan gibt, natürlich nicht wie der aussieht und dass wir die Markenrechte der armen Sponsoren schützen müssen. Also wenn jemand mit einem Puma T-Shirt das Stadion betreten möchte, dann sollte er bitte das Logo abkleben!!?!?! Na "Logo", oder?
Nach 9 Std., von denen wir ca. 7 Std. wirklich nur sinnlos rumsaßen, gingen wir frustiert nach Hause. Bezahlt werden wir übrigens für diesen Tag nicht. War ja nur Orientierung und kein Arbeitstag. Aprospos Arbeitstage. Heute wurden sämtliche Schichtpläne über den Haufen geworfen. Jeder bekam den gleichen Plan. Ich sollte nun bis zum HALBFIENAHLE am 06.07. arbeiten???!!! Ihr könnt Euch nicht vorstellen was hier alles passiert.
Die Uniformen sind übrigens immer noch nicht da. Angeblich wurden sie versehentlich nach BLUHMFONTAIN geschickt, nachdem sie vorher schon versehentlich nach JOHANNISPURG geschickt wurden.
Maybe tomorrow! Aber es ist ja noch Zeit. Heute ist ja erst Mittwoch!
Der Abend klang dann bei einem gemütlichen Familienessen bei Jenni und Rae aus.

Tag 3: Nichts passiert!

Heute hatten wir frei. Das Wetter war besser als erwartet. Also sind wir los, in die Stadt. Es ist noch erschreckend ruhig hier. Vereinzelt laufen ein paar fans rum, aber so wirklich los ist nichts. Die Aufbauten gehen voran...irgendwie. Mal sehen was in den nächsten Tagen kommt. Beinahe hätte ich es vergessen. Ich habe heute den Pokal gesehen. Hier ein Foto davon:


Montag, 7. Juni 2010

Tag 2: Streik!

Jetzt ist es also soweit. Die WE EM ist da und ich bin dabei! Lange musste ich warten…erst auf die Bewerbung, dann auf das Interview und schliesslich auf die Zusage. Ja und jetzt bin ich, hier in Südafrika, genauer gesagt in KAPPSTATT. Und ich bin nicht allein. Außer mir sind noch viele andere WOLLUNTÄRE da und da beginnen auch schon die ersten Probleme. Viele Abteilungen sind jetzt schon überbesetzt und es sind noch nicht mal alle da. Ich denke die Hälfte aller internationalen WOLLUNTÄRE wurde mittlerweile mind. 1 x umbesetzt. So auch ich. Nun bin ich also im Zuschauerservice tätig. Na gut, nicht wirklich anspruchsvoll, aber wenigstens im Stadion und nicht an irgendeinem Parkplatz.

Aus JOHANNISPURG erreichten uns heute Nachrichten, dass die WOLLUNTÄRE dort streiken würden. Hurra! Go for it! Fight for your rights! Moment mal, Streik? Unter WOLLUNTÄREN? Wofür streiken die eigentlich? Natürlich gehts wieder mal ums Essen. Und zum ersten Mal wurde ich Zeuge des sagenumwobenen afrikanischen Improvisationstalents. Heute Mittag wurde das gesamt Catering- und Verpflegungskonzept für sämtliche 16.000 WOLLUNTÄRE geändert. Und das 4 Tage vor Anpfiff! Respekt, dass muss man sich trauen. Das Originalkonzept wäre allerdings selbst für deutsche Verhältnisse sehr ambitioniert gewesen. Ansonsten ist heute nicht viel passiert.
Sagte ich schon, dass es regnet?

Tag 1: Stell Dir vor es ist Flugtag – und alles läuft glatt!

Ja so kann es weitergehen. Alle Flüge pünktlich, 2 Sitze für mich allein und ein super Bordprogramm. Und hier kommt gleich die erste Empfehlung des Tages: Unbedingt “Invictus” ansehen! Genialer Film über Nelson Mandela, Südafrika, Rugby und überhaupt, ein toller Film mit Morgan Freeman und Matt Damon.
Zu meiner großen Freude (und Überraschung) wurde ich am Flughafen auch erwartet und sehr bequem in meine Pension gefahren. Und hier gleich die nächste gute Nachricht: Das Stadion und fast alle Straßen sind fertig. Es kann also losgehen. Anschließend Koffer ausgepackt und los ins Stadion. AGGREDITIERUNG geholt, Vertrag unterschrieben und Uniform abgeholt. Tja, und da war es zum ersten Mal: Afrika! “Sorry, aber uns sind die Männeruniformen ausgegangen. Wir sollten aber in den nächsten Tagen wieder Hosen und T-Shirts erhalten.” OK, zumindest habe ich eine Regenjacke (gefüttert!) und Schuhe sowie eine Wollmütze. Sagte ich schon, dass hier Winter ist. Heute waren immerhin 15 Grad und es war trocken. Für die nächsten Tage ist Regen angesagt. Naja, ich bin ja mittlerweile an Regen gewöhnt. Und so endete der 1. Tag eigentlich ganz gut und besser als erwartet.

Ke Nako!

Freitag, 28. Mai 2010

Pfingsten im Tessin

Sportliche Tage im Tessin bei Nordlage